Vögel
Geschrieben von TheBlackPlayer Geschrieben am Wednesday, 10.August. @ 16:27:38 CEST
Zugvögel
Etwa die Hälfte aller 10000 bekannten Vogelarten der Erde bleiben während eines Jahres nicht an Ort und Stelle, sondern ziehen zumindest teilweise (manchmal ziehen nicht alle Vögel einer Art). Den Streckenrekord hält dabei die Küstenseeschwalbe, die binnen eines Jahres 40.000 km zurücklegt....
Als der Vogelzug noch unbekannt war, glaubte man, dass die Vögel wie die Frösche in der kalten Jahreszeit in Sümpfen versinken. Diese Auffassung äußerte Aristoteles (384 – 322) als erster, doch auch der schwedische Naturforscher Carl von Linné (1701 – 1778) war davon überzeugt (obwohl sich zu seiner Zeit schon Zweifel daran verdichteten – gestützt von den Berichten vogelbeobachtender Afrikareisender.
Die Sender, mit denen man heute Zugvögel ausstattet, um ihr Wanderverhalten zu studieren, wiegen weniger als 35 g und arbeiten mit Solarenergie. Ihre kleine Antenne, die aus dem Rückengefieder der Tiere herausragt, wird wie eine Feder mit geputzt.
Zugvögel verfolgen beim Wandern unterschiedliche Strategien: manche (wie die Störche) ziehen recht schnell, lassen sich tagsüber von termischen Luftströmungen tragen, und fressen unterwegs wenig. Andere dagegen wie z.B. Gänse und viele Singvögel ziehen nachts und fressen in den Rastzeiten regelmäßig.
Ein Großteil von Zugvögeln kommt in ihren südlichen Überwinterungsgefilden dadurch um, dass sie mit Pflanzenschutzmitteln vergiftete Insekten, etc. fressen (eine Chance für gentechnisch veränderte Nutzpflanzen?)
Wanderalbatrosse, die auf den Antarktis-nahen Crozet-Inseln brüten, legen am Tag (!) bei der Suche nach kleinen Tintenfischen bis zu 1000 km zurück – im Monat durchschnittlich 15.000 km. Das ist 10x mehr, als man bis vor kurzem noch gelaubt hatte.
Gelbhaubenkakadus kratzen sich mit Stöckchen hinter den Ohren
Der Sekretärsvogel stampft seine Opfer zu Tode
Albatros-Airlines
Männliche und weibliche Albatrosse gehen bei der Futtersuche getrennte Wege. Diesen Unterschied der Geschlechter konnten amerikanische und französische Biologen beobachten. Sie verfolgten die ausgedehnten Fluege von 56 Wanderalbatrossen im südlichen Indischen Ozean.
Wanderalbatrosse sind dafür bekannt, lange Zeit in großer Höhe mit dem Wind segeln zu können.
Die männlichen Wanderalbatrosse können eine Flügelspannweite von bis zu drei Metern erreichen.
Ihre Muskulatur ist sehr belastbar, so dass die Tiere auch bei hoher Windgeschwindigkeit gleiten können. Weil sie dabei kaum mit den Fluegeln schlagen, verbrauchen sie nur extrem wenig Energie.
Von ihren Nistplätzen auf den Crozetinseln fliegen die Männchen nach Süden bis an die antarktische Küste, die rund 2.400 Kilometer entfernt liegt.
Die weiblichen Tiere bevorzugen die Gegenrichtung: Sie fliegen die etwa gleich weit entfernten tropischen und subtropischen Gewässer vor der afrikanischen Küste an. Dort wehen leichtere Winde, was ihrer geringeren Flügelspannweite entgegenkommt.
Rein aerodynamisch könnten Pinguine mit ihren Stummelflügeln richtig fliegen. Kleines Handicap: es wäre eine Geschwindigkeit von ca 600 km/h nötig.
Die Polarexpedition des Forschers Shackleton konnte 1915 nur überleben, weil die schiffbrüchig gewordenen Forscher Pinguine fingen und verzehrten bzw. mit dem Pinguintran ihren Ofen heizten.
Der Pinguinverbrauch der Expedition wurde später auf rund 1400 Vögel geschätzt.
Königspinguine legen nur ein Ei und bauen kein Nest. Das Ei wird auf die Füße gelegt und unter eine Hautfalte geklemmt.
Amseln können aufgrund erhöhter Alkohol-dehydrogenaseproduktion ca. 1- 2 Promille in der Stunde verarbeiten,zum Vergleich: der Mensch schafft lediglich ca. 0,1 Promille Vielleicht daher der Name "Schnapsdrossel".
Eine durchschnittliche Taube produziert im Laufe eines Jahres 10 kg Kot.
Pinguine leben bekanntlich nur auf der Südhalbkugel. Der am weitesten nördlich lebende Pinguin ist der Galapagos-Pinguin, kurz unterhalb des Äquators.
Vögel haben offenbar ein zweites Gleichgewichtsorgan im Rückenmark im Bereich des Beckens. Dies erleichtert den Vögeln das Gleichgewicht auf einer Stange zu halten, auch wenn sie keinen langen Schwanz zum Ausbalancieren haben.
Blaumeisen in Südfrankreich weben in ihre Nester eine Mischung aus ca. zehn verschiedenen Kräutern, u.a. Scharfgarbe, Pfefferminz und Lavendel, ein.
Viele Substanzen in den Kräutern wirken gegen Parasiten, Insekten und Pilze.
Der Emu hat seinen Namen vom portugiesischen Word für "Strauß".
Das Auge eines Strausses ist grösser als sein Gehirn. (Ich kenne Leute bei denen ist das genauso)
Baßtölpel, das sind große Seevögel der arktischen Regionen, atmen wie alle Stoßtaucher durch die Mund- oder besser Schnabelwinkel. Die Nasenlöcher sind weitgehend verkümmert, denn beim schnellen, senkrechten Eintauchen ins Meer aus großer Höhe würde sich das Wasser hereindrücken. Die Schnabelwinkel sind durch Hautlappen geschützt, die sich beim Eintauchen dicht andrücken.
Die einzige brütende Baßtölpelkolonie Kontinentaleuropas kann in der "Wilhelma" in Stuttgart bewundert werden.
Als das Geschlecht der Stuttgarter Baßtölpel bestimmt wurde (Dezember 2000), entdeckte man, dass eines der Pärchen das immer "zusammenlebte" aber keine Eier legte, aus zwei Männchen besteht. Also: das einzig bekannte schwule Baßtölpelpaar.
Der Gelbkopfgeier in Südamerika riecht Aas aus mehreren Kilometern Entfernung. Diese Sinnesleistung hat kein anderer Vogel.
Nur Kolibris können rückwärts fliegen.
Fast alle Brandgänse Nord- und Westeuropas (100 000 Tiere) kommen Ende Juni zur Insel Trischen an der Nordseeküste. Dort kommen sie in die Mauser und sind ca. 8 Tage flugunfähig.
Auch in Afrika leben Pinguine: In Südafrika leben die Brillenpinguine.
Auch Rabenvögel wie Krähen und Dolen gehören zu den Singvögeln.
Die Tauben in unseren Städten bauen z.T. keine richtigen Nester mehr. Sie legen die Eier einfach ein einem geschützten Eckchen ab und brüten dann dort.
Die Stadttauben sind Abkömmlige der wilden Felsentaube, die in Südeuropa in felsigen Gelände mit Grasebenen lebt. Und von Felsen zu Häuserschluchten und Grasebenen zu Parks und Gärten ist es keine große Umstellung.
Die Amsel gehört zu den Drosseln und heißt deswegen auch Schwarzdrossel. Beim Weibchen kann man die Drosselzeichnung an der Brust noch erkennen.
Vögel können sich ohne Muskelarbeit mit ihren Zehen festhalten, da sich beim Niederhocken eine Sehne, die über das Knie-und Intertarsalgelenk führt, verkürzt und somit die Zehen einkrümmt.
Der Afrikanische Strauß hat nur 2 Zehen, andere Vögel i.d.R. vier.
Nur wenige Vögel können auf der Stelle fliegen dazu gehören Kolibri, Falke und Lerche. Die Flugtechnik nennt sich Rüttelflug.
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